Sehschule

In unserer Sehschule diagnostiziert und behandelt unsere erfahrene Orthoptistin Frau Renate Brommer und Frau Brigitte Ruple Sehschwächen und Schielstellungen der Augen.

Was sind Orthoptistinnen?

Das Wort Orthoptist kommt aus dem Griechischen und setzt sich zusammen aus: ortho(s) = gerade und opsis =sehen. Das heißt, unsere Orthoptistin beschäftigt sich mit dem "Geradesehen". Ihre Aufgabe besteht in der Verhütung, Erkennung und der Behandlung von Schielerkrankungen, Sehschwächen und des Augenzitterns.

Für die verschiedenen Formen der Schielerkrankungen stehen ihr unterschiedliche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Kinder, Jugendliche und Erwachsene kommen in unsere Sehschule.

Augenärzte fordern:

Jedes Kind sollte spätestens im Alter von 2 Jahren

augenärztlich untersucht werden.

Warum?

Kinder lernen sehen, wie sie alles lernen: durch ständiges Üben. Dieses Seh-Training beginnt vom ersten "Augenblick" an. Der Zeitraum für diesen Lernprozess ist aber begrenzt und Versäumnisse lassen sich nur innerhalb der ersten Lebensjahre nachholen. Nur wenn beide Augen ein gleichermaßen scharfes Bild liefern, kann sich das beidäugige Sehen voll entwickeln.

Bei einem Baby entwickelt sich die Koordination beider Augen erst innerhalb der ersten Lebenswochen. Danach sollte jedoch schon beim geringsten Verdacht auf ein Schielen eine augenärztliche Untersuchung erfolgen.

Die Sehentwicklung bei Kindern findet in einem bestimmten Zeitfenster statt. Ganz besonders das beidäugige und dreidimensionale Sehen. Bleibt in dieser Zeit eine Fehlsichtigkeit unkorrigiert oder Schielen ohne Behandlung so entsteht eine Schwachsichtigkeit (Amblyopie) welche im späteren Leben nicht mehr rückgängig zu machen ist. Es bleibt lebenslang bei der reduzierten Sehschärfe.

Deshalb ist eine möglichst frühzeitige Diagnosestellung und konsequente Behandlung in der Sehschule erforderlich um eine dauerhafte Schwachsichtigkeit zu vermeiden.

In Deutschland schielen rund 2 Millionen Menschen.
Ca. 5% der Bevölkerung weisen eine Amblyopie (funktionelle Schwachsichtigkeit) auf.

Das muss nicht sein. Schon bei der Hälfte der Kinder hätte alleiniges Brilletragen in der frühen Kindheit diese lebenslange Sehschwäche verhindert.

Geschwister eines fehlsichtigen Kindes haben ein erhöhtes Risiko einen ähnlichen Sehfehler zu entwickeln. Lassen Sie deshalb früh eine Vorsorgeuntersuchung durchführen.

 

 

Lähmungsschielen

Ausfälle oder Störungen der Augenmuskelnerven führen zu Lähmungsschielen. Dies macht sich durch störende wechselnde Doppelbilder je nach Blickrichtung bemerkbar.
Vor allem Erwachsene sind betroffen. Ursache sind Durchblutungsstörungen, Schlaganfall, Erkrankungen des Gehirns (Encephalits, Tumoren, Trauma).
Eine genaue fachärztliche Abklärung ist dringend erforderlich.

Ob Prismen die Doppelbilder im Alltag vermindern können , eine Okklusion (Abdecken eines Auges) erforderlich ist und den Verlauf überprüft unsere Orthoptistin in Zusammenarbeit mit den Augenärzten.

Latentes Schielen (Heterophorie)

Der Koordinationsfehler der Sehachsen beider Augen wird in der Regel durch die Zusammenarbeit beider Augen korrigiert (Fusion).
Selten können unter verstärktern Sehanforderungen Kopf- oder Augenschmerzen entstehen oder sich zeitweilig Doppelbilder bemerkbar machen.
Selten ist hier eine Prismenversorgung erforderlich.